Toscolano Maderno befindet sich am Westufer des Gardasees, in der Mitte der Zitronenriviera “Riviera dei Limoni”. Die Ortschaft gehört zum Regionalpark “Alto Garda Bresciano”. Toscolano-Maderno liegt auf einem weiten Vorgebirge zwischen dem Hafen von Toscolano und der Bucht von Maderno, am Fuße des Monte Pizzocolo (1582 m) und des Monte Castello di Gaìno (866 m), welche eine atemberaubende Aussicht auf den See und die schöne Umgebung bieten. Das Klima ist typisch mediterran, mit ganzjährig milden Temperaturen.
GESCHICHTE
Er besteht aus 2 Ortsteilen (Toscolano und Maderno), die seit den 30-zigern des letzten Jh. eine Gemeinde bilden. Die beiden Ortsteile sind durch den Wildbach Toscolano getrennt. Der Name der Ortschaft, so hat man herausgefunden, ist etruskischem Ursprungs und weisen auf eine vorrömische Besiedlung hin. Wegen einiger Funde, gehen Historiker davon aus, das sich im See noch Reste einer römischen Stadt befinden. Man geht davon aus, das diese nahe dem Nordeingang des Ortsteils Toscolano, bei der Kirche Piedro e Paolo (16.Jh.), zu finden ist. Madernowar bis zum Jahre 1377 der zentrale Hauptort der Brescianer Riviera, doch als Beatrice Regina della Scala den Verwaltungssitz nach Salò verlegen ließ, blieb Maderno nur geographisch gesehen der Mittelpunkt. Vom Mittelalter bis Mitte des 20 Jahrhunderts, hatten einige Fabriken in der Gegend ihren Sitz, darunter viele Papierfabriken. Im 17. Und 18. Jh. war Toscolano Maderno (Gonzaga Palast und in der Villa del Serraglio) die Sommerresidenz der Herzöge von Mantua.
WAS ZU SEHEN IN TOSCOLANO MADERNO
Unternehmen Sie eine Wanderung ins Papiermühlental des Fiume Toscolano. Sie werden von der Ruinenromantik des Industriezeitalters fasziniert sein! Ab dem 14. Jh. trieb der Toscolano-Wildbach Stampfwerke an, die die Serenissima mit Papier belieferten. Da man zur Aufweichung und Zersetzung von Hader und später von Baumwolle Wasser als Energiequelle benötigte, entstanden ab dem 15. Jh. Druckereien am Gardasee. Dieses Papier ging nicht nur nachVenedig, es gelangte bis nach Konstantinopel und Alexandrien – sozusagen Globalisierung im Spätmittelalter! Bis ins 20. Jh. verschaffte dieses Gewerbe Generationen von Einheimischen ein sicheres Einkommen. Die alten Fabriken können Sie im Toscolano-Tal bei einem Spaziergang bewundern: von Efeu überwucherte Gebäude, rostende Tore, zerbröckelnde Kamine zwischen Zypressen, Erlen und Kirschbäumen üben einen ganz speziellen Reiz vergangener Zeiten aus. Der botanische Garten Ghirardi ist immer für einen lehrreichen Spaziergang gut, denn er verfügt über Medizinalpflanzen aus aller Welt. Wissenschaftlich betreut wird der Garten von der Universität Mailand. Die Kirche Pietro und Paolo, mit mächtigen Säulen und wertvollen Gemälden sollten sie sich auf keinen Fall entgehen lassen. Dort wo sich heute die sehr sehenswerte Wallfahrtskirche der Madonna del Benaco (16. Jh.) befindet, soll einst ein Bacchus Tempel gestanden haben. Die Wallfahrtskirche von Madonna del Benaco – Wahrscheinlich wurde sie im 6. Jh. auf den Resten eines antiken Tempels erbaut, der dem Gott Jupiter geweiht war: sie gilt als ältester christlicher Kultort des Gardasees. Sie war lange Zeit Grabstätte der wichtigsten Persönlichkeiten des Ortes, welche größtenteils mit der Papierproduktion zu tun hatten.
WAS ZU TUN IN TOSCOLANO MADERNO
Die Umgebung bietet zahlreiche Möglichkeiten für Wanderungen, Trekking und Mountainbiketouren auf den umliegenden Hügeln. Toscolano und Maderno sind zwei Urlaubsorte, die sich bei Sportlern aller Disziplinen großer Beliebtheit erfreuen. Dies gilt insbesonders für die Fans desSegelsports, aber auch für Golfer, die im Golfclub Bogliaco (dem ältesten des Gardasees) ein ideales Gelände mit atemberaubenden Aussichten vorfinden. Schiffahrtsgesellschaft Navigarda bietet bequeme Fährverbindungen zwischen Maderno und Torri del Benaco am gegenüberliegenden Ufer des Gardasees an.