Nördlich von Garda, an der Gardesana de Orientale, auf einer Landzunge, befindet sich die wunderschöne Ortschaft Torri del Benaco. Der Ort ist im Vergleich, zu einigen anderen Dörfern am Gardasee, relativ ruhig geblieben. Der mittelalterliche Stadtkern und das ovale Hafenbecken sind aber dennoch einen Besuch wert. Prähistorische Funde (ca. 4000 Jahre alt) haben ergeben, das die Ortschaft zu einer der ältesten am See gehört. Sehenswerte Reste der Römerzeit sind z. B. der Ostturm der Burg und die Zitadelle. Im 10 Jh. baute man eine Burg und eine Stadtmauer. Teile der Stadtbefestigung und die Ecktürme sind bis heute erhalten geblieben. Im Mittelalter erlebte Torri del Benaco seine Blütezeit. Den Reichtum der damaligen Bewohner, die vom Fischfang und den Schiffbau lebten, kann man heute noch an einigen Häusern in der Altstadt erkennen. Von der einst mächtigen Scalierburg (1383), die auf den Resten einer römischen Befestigung errichtet wurde, dind noch Teile der Wohnräume und der Befestigungsmauer übrig geblieben. In ihren Räumen ist heute das Museo del Castello Scaligero untergebracht. Besonders sehenswert sind die Bauten um das Hafenbecken. Wie z. B. das Hotel Gardesana, in dem einst (Mittelalter) die Versammlung der Gardesana statt fand. Damals war der heutige Speisesaal der Ratssaal. Neben dem prachtvollen Gebäude, mit seinen Arkaden, befindet sich die Kirche Santa Trinita (14.Jh), die heute als Gefallenengedenkstätte genutzt wird. Sehenswert und relativ gut erhalten, sind die Fresken, die ihr Inneres schmücken. Vom Hafen aus gibt es eine Schiffsverbindung (Autofähre) nach Maderno, am Westufer des Sees.