Nördlich von Riva del Garda, an den Ausläufern des Monte Baldo, an der Mündung der Sarca, befindet sich das ehemalige Fischerdorf Torbole. Erst nach dem Aufenthalt Goethes während seiner Italienreise, wurde aus dem verschlafenen Dorf ein belebter Ort. Einige Denkmäler und Gedenktafeln erinnern an den Besucher. Die Beschaulichkeit des 18. Jahrhunderts als Goethe hier verweilte ist lange gewichen. Heute ist Torbole ein belebter Ferienort. Torbole ist besonders beliebt bei Surfern und Kitesurfern die dieses Revier wegen der sicheren, starken Winde lieben. Ein besonderes Merkmal der Stadt, die am Fuße des Monte Baldo eingebettet ist, ist die Anordnung der Häuser, in Form eines Amphitheaters auf die Bucht. Die Gemeinde Nago-Torbole besteht aus zwei Ortschaften: Torbole, am Ufer des Sees und Nago oberhalb von Torbole auf über 200 m Höhe. Nago ist ein charmantes Dörfchen mit mediterraner Vegetation. Der Ausblick über den Gardasee ist atemberaubend.
GESCHICHTE
Der Ort war bereits in der Vorgeschichte bekannt und wurde später von den Römern besiedelt; unter den Grafen von Arco bildete er eine Gemeinschaft mit der Schlossresidenz Nago. Im Jahre 1439, während des dritten lombardischen Krieges (1438), wurde Torbole Zeuge einer außerordentlichen Begebenheit: Während dieses Krieges bekämpften sich der Stadtstaat Mailand und die Republik Venedig. Da die Venezianer ihre Herrschaft auf dem Festland festigen wollten, transportierten sie eine ganze Flotte, bestehend aus 25 Schiffen und 6 Galeeren, durch das Valle del Càmeras bis zum Gardasee. Absicht der Venezianer war, die Kontrolle über den See zu erobern. Im April 1440 gelang es der kleinen venezianischen Flotte, das Geschwader der Mailänder Stadthalter Visconti zu schlagen und die Stadt Riva einzunehmen. Torboles Bestimmung als Urlaubsort geht bereits auf das 15. Jahrhundert zurück, als der Ort zum Ausflugsziel der Reisenden wurde, die auf ihren Fahrten zwischen Deutschland und Italien das Val d’Adige durchquerten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde jedoch der Tourismus zur Haupteinnahmequelle des Städtchens, der praktisch alle Einwohner einbezog.
WAS ZU TUN IN TORBOLE
Dank der konstanten Winde und dem Verbot von Motorbooten ist Torbole (der Name kommt von Turbinen) ein bekanntes Segel- und Windsurfzentrum. Es ist eines der besten Surfreviere Europas, mit vielen Bars und Clubs. Viele Windsurfregatten und Festivals locken die Fans dieser Sportart. Entlang des Kiesstrandes können Sie Hunderte von Wind- und Kitesurfer beobachten. In Torbole finden Sie zahlreiche Radpisten, die zur Entdeckung des Hinterlandes mit dem Monte Baldo und dem Monte Stivo einladen, sowie ausgeschilderte Wanderwege und herrliche Trekkingtourenaller Schwierigkeitsgrade. Nicht zu vergessen die Felsen des Hinterlandes, die Torbole sul Garda zum Zentrum des Free Climbings machen.
WAS ZU SEHEN IN TORBOLE
Torbole war einst ein kleines Fischerdorf. Der kleine Hafen mit dem alten Zollamt und dem Beust Haus ist der malerischste Platz von Torbole. Die Penede Burg und die österreichisch-ungarischen Festungen von Nago waren strategische Überwachungspunkte auf der Hauptverbindungsstraße zwischen dem Etschtal und dem Gardasee. Die Burg und die Festungen wurden restauriert und sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Ein schöner Spaziergang zwischen Nago und Torbole führt Sie zu den Gletschermühlen, eiszeitliche Gruben aus dem Quartär.