Mit seiner riesigen Auswahl an Hotels, Pensionen und Privatunterkünften, dem Garda-See, den Stränden, den Bergen und der Schönheit seiner Plätze, Winkel und Ecken bietet Malcesine seinen Gästen ein solche Vielfalt an Urlaub- und Freizeitmöglichkeiten, dass keine Wünsche often bleiben. Man kann in wenigen Augenblicken von einem reinen Erholungs- in einen Aktivurlaub wechseln, vom Sport zur Kultur, von den Raffinessen der Spitzenrestaurants zur genialen Schlichtheit der bäuerlichen Küche, von der wohligen Wärme des Strandes zur erfrischenden Kühle der Alpen, von der Ruhe und Einsamkeit der Gipfel zum bunten und lebendingen Treiben der Urlauber, die sich in den malerischen Winkeln des Ortes, in seinen Geschäften und Lokalen vergnügen.
GESCHICHTE
Der alte Ort ist um den Burgfelsen gesiedelt. Ein erster Burgbau fand hier um 568 unter den Langobarden statt. Nach der Zerstörung dieser Anlage und einem Wiederaufbau durch die Franken kam der Ort später an die Scaliger, welche die Burganlage erweiterten.
SEHENSWÜRDIGKEITEN
Castello Scaligero. Geprägt ist das Bild durch die Altstadt mit ihren vielen engen Gassen und der von weithin sichtbaren Skaligerburg. Diese steht auf einem Felsvorsprung direkt am Ufer des Sees und gewährt vom Turm aus einen Blick über den Ort und den Nordteil des Sees. Die alte Kernburg mit Palas und Bergfried wurde durch die Scaliger errichtet. Eine erste primitive Errichtung der Festung durch die Langobarden scheint auf die Mitte des ersten Jahrtausends zurückzureichen; später wurde sie zerstört (590 n.Chr.) und von den Franken neu erbaut; Dokumente belegen, dass sich im Jahre 806 der König Pipin, Sohn Karls des Großen, im Schloss aufhielt. Von 1277 bis 1387 gehörte das Gebiet zum Herrschaftsbereich der ‘Della Scala’, die Arbeiten zur Modernisierung und Stärkung der Festung durchführten, weshalb die Festung daraufhin ‚’Scaliger-Schloss’ genannt wurde dann ging Malcesine an die Visconti aus Mailand über (1387-1403). Im untersten Hof steht heute der „Palazzo Inferiore“, den Venedig 1620 für seine Garnison errichten ließ. Auch Goethe machte 1786 während seiner berühmten „Italienreise“ Station in Malcesine. Dabei wurde er sogar kurz wegen Spionageverdachts festgehalten, als er beim Zeichnen der Skaligerburg beobachtet wurde. Dennoch zeigte er sich in seinen Tagebuchaufzeichnungen fasziniert von dem Ort und seinen Menschen. Eine Büste in der Burg erinnert an seinen Besuch sowie eine Gedenktafel, die am Hotel San Marco in unmittelbarer Nähe zum Hafen angebracht ist.
Palazzo dei Capitani. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der „Palazzo dei Capitani“, der schon gegen Ende des 13. Jahrhunderts von den Scaligern für ihren Statthalter erbaut wurde. Der Palast wurde dann im 15. Jahrhundert im Stil der venezianischen Gotik erneuert. Er war Sitz des Gouverneurs vom Ostufer, der abwechselnd in Garda, Torri del Benaco und eben Malcesine residierte. Zum See hin erstreckt sich ein Palmengarten mit einer Anlegestelle, über den der „Capitano“ seinerzeit sein Haus erreichte.
Santo Stefano. Die Pfarrkirche Santo Stefano ist eine Barockkirche des frühen 18. Jahrhunderts.