Nur fünf Kilometer vom Gardasee entfernt, auf den moränischen Hügeln, befindet sich Lonato del Garda, ein Städtchen reich an Denkmälern, überraschend für sein bewahrtes Aussehen antiken Ortes. Lonato del Garda darf sich herrlicher architektonischer Schönheiten rühmen, wie z.B. der schönen Basilika des achtzehnten Jahrhunderts, des aus dem sechzehnten Jahrhundert stammenden Turmes „Torre Maestra“ und der imposanten Burg „Rocca“, stolzes Zeugnis der langen Herrschaftsperiode der venezianischen Republik, Sitz des Ornithologischen Museum und auch Sitz der Stiftung Ugo da Como, eines der best erhaltenen Haus-Museen in Italien. Der entzückende Ort erweist sich geeignet für Seeurlaube und befriedigt mit seinem schönen Strand, der Gastfreundschaft, der hervorragenden Küche und der modernen Sport- und Vergnügungsausrüstungen, Wünsche und Interessen jeder Art.
GESCHICHTE
Der Festungshügel bestimmt aus Richtung Desenzano gesehen das Stadtbild. Bereits im Jahre 909 wurde die Existenz einer Burg an diesem strategisch wichtigen Ort im Grenzland zwischen Verona und Brescia erwähnt. Jahrhundertelang stritten sich Scaliger und Visconti, Venezianer und Mailänder um Stadt und Burg. Unter der Herrschaft der Visconti von Mailand wurden Verteidigungswälle errichtet, die Burganlage erreichte das heutige Ausmaß.Venezianische Feldherren sahen diese als das Vorbild einer Festung an. Die Anlage verlor erst im 19. Jahrhundert ihre Bedeutung und wurde teilweise abgerissen. Lonato war durch den Sieg der Liga von Cambrai an Mantua gefallen. In dieser Zeit (1509) besuchte Isabella d’Este Gonzaga, deren Hof damals Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens in Italien war, die Stadt. Ihre viel zitierten Briefe liefern ein Bild dieser Reise, bei der sie mit ihrem Gefolge für die Politik des Stadtstaates Mantua werben sollte. Lonato gehörte jedoch schon wenige Jahre später (1516) wieder zu Venedig und bis 1798 stand der Markuslöweauf einer Säule vor dem Palazzo Municipale.
WAS ZU SEHEN IN LONATO DEL GARDA
Burg der Viskonten und Venedig: diese Burg wurde wahrscheinlich um das Jahr Tausend errichtet, als man in der ganzen Region Festungen gegen die Barbaren baute, wurde aber dann von der Familie der Visconti, Herren von Mailand, in den XIV. und XV. Jahrhunderten komplett vernichtet. Im Jahre 1912 ist sie zum nationalen Denkmal erklärt worden und beherbergt heute einen Saal für Veranstaltungen und Konferenzen und das Ornithologische Museum.
Basilika von Lonato – Gegenüber dem Rathaus befindet sich inmitten eng stehender Altstadthäuser die überhöhte Fassade und die Kuppel der Basilika. Die Barock-Kirche wurde in der Zeit von 1738 bis 1780 errichtet und ist Johannes dem Täufer geweiht. Formal lehnt sich das Kirchenbauwerk eng an den Dom im ebenfalls venezianischen Brescia an, ist jedoch ein wenig kleiner.
Venezianische Säule: befindet sich am Hauptplatz und an ihrer Spitze kann man den Löwen des Heiligen Markus sehen, als Zeugnis der langen venezianischen Herschafft über die Stadt, errichtet mit einigen Unterbrechungen in der Periode vom 1441 und 1796 N.Ch.
Torre Civica: errichtet im Jahre 1555, überragt die Stadt mit ihrem Zinnenkranz, die aber auf den 19.Jahrhundert zurückzuführen sind. Innen kann man den Uhrmechanismus bewundern.
Casa del Podestà und Fondazione Ugo da Como – Der Weg zur Ruine der Feste führt am Torre Maestra und an der mittelalterlichen Casa del Podestà, dem ehemaligen Haus des venezianischen Stadtverwalters, vorbei. Das völlig heruntergekommene Gebäude wurde 1906 von dem Rechtsanwalt, Politiker und Bürger Lonatos, Senator Ugo da Como erworben. Er richtete sich hier sein Wohn- und Studierhaus ein, in dem er sich mit Zeugnissen oberitalienischer Geschichte und Kunst umgab. Heute sind Casa und Burg im Besitz der Stiftung Ugo da Como. 1920 ließ der Hausherr gegenüber der Casa ein ganzes Haus als Bibliothek für seine kostbare Sammlung errichten. Sie umfasst über 50.000 historische Bücher, Inkunabeln (eine der wertvollsten Sammlungen Italiens) und Handschriften, darunter illustrierte Bibeln und seltene Ausgaben juristischer Codices. Im Museum der Stiftung (d.h. im Haus des Podestà) sind Fresken des Floriano Ferramola, Gemälde, antike Möbel, Porzellane, Zinn- und Kupfergegenstände sowie Zeichnungen zu sehen, darunter einige von Giovanni Battista Tiepolo und Appiani.
WAS ZU TUN IN LONATO DEL GARDA
Lonato hat einen kleinen Strand, dass jeder nennt Lido di Lonato, mit Bar, Restaurant, Tretboote, Kanus, Liegen, Sonnenschirme, Kabinen und Duschen. Lonato del Garda bietet Touristen und Besuchern die spezielle Atmosphäre eines Eintauchens in die Natur der für dieses Gebiet so typischen Weinberge und Olivenhaine. Unbedingt empfehlenswert für eine Wanderung ist die Strecke, die die Burg von Padenghe mit der Burg von Drugolo verbindet. Eintauchen ins Mittelalter des Valtenesi: Wälder reich an typischen Pflanzen des Voralpen-Hügelstreifens wie z.B. Eichen, Linden, Ahorn und Haselsträucher; Weinberge, Olivenhaine,Gersten- und Sonnenblumenfelder in Harmonie mit der natürlichen Umgebung, die der Landschaft noch größere Schönheit verleihen. In Lonato finden Sie das Shopping Center “Il Leone“, das über ca. 120 Geschäfte und Restaurants verfügt. Es ist sehr modern und großzügig gebaut und auf 2 Etagen auch sehr übersichtlich gestaltet. Zu den wichtigsten Geschäften zählt der große Iper Supermarkt, aber darüber hinaus gibt es Geschäfte zu allen möglichen Themenbereichen, allen voran natürlich Mode und Bekleidung. Die 1 km lange Kart-Rennstrecke in den Hügeln von Lonato, südlich von Desenzano gehört zu den wichtigsten Kart-Bahnen im internationalen Rennbetrieb, South Garda Karting, und hat in ihrer über 20-jährigen Geschichte illustre Gäste wie Michael Schuhmacher gesehen. Außerhalb des offiziellen Rennbetriebs besteht die Möglichkeit selber ein paar Runden zu drehen. Die Karts fahren je nach Fahrzeugtyp zwischen max. 40 bis 80 km/h. Kinder sind ab einem Alter von 8 Jahren und einer Körpergröße von 1,30 m zugelassen. Der A.S. Trap Concaverde ist ein Sportverein, wo man Tontaubenschießen in den olympischen Disziplinen (trap, skeet, double trap) und sportliches Tontaubenschießen (sporting) ausübt. Er besteht aus 11 Schießfeldern, von denen 9 für die olympischen Disziplinen sind. Er hat eine Fläche von etwa 20 Hektar, bei der sich der grüne Teppich mit Parks mit hohen Bäumen abwechselt, die den Rahmen der Schießfelder bilden.