Fast unmittelbar gegenüber Malcesine, am Westufer hat sich Limone sul Garda, am Fuß eines steilen Berghanges, terrassenförmig angesiedelt. Oberhalb des Ortes schließen sich weite Olivenhaine und Zitronengärten an. Das ehemalige Fischerdorf, war bis 1932 regelrecht von der Außenwelt abgeschnitten, da man den Ort nur über den Wasserweg besuchen konnte. Nach der Fertigstellung, der Straße Gardesana Occidentale, wurde in Limone auch der Tourismus ansässig. Heute ist er eine der beliebtesten Ferienorte am Gardasee, mit ca. 10.000 Touristentäglich (Hauptsaison). Dennoch hat der Ort mit seinen zwei Häfen Porto Vecchio und Porto Nuovo, sowie der Autofreien Altstadt viel von seiner ursprünglichen Idylle behalten. Die traditionelle Altstadt, mit ihren verwinkelten Gässchen und den blumengeschmückten Bauten, verzaubert jedes Jahr wieder Tausende von Besuchern. Für die Touristenströme hat man große Parkplätze am Ortsrand eingerichtet. Ein Muss in Limone ist der Dom San Benedetto (1691), der hoch über der Altstadt thront. In seinem Inneren findet man 5 prächtige, kunstvolle Altäre, z.T. aus Marmor und einige wertvolle Gemälde. Besonders beeindruckend ist das Gemälde (Ostseite), welches den Heiligen Daniele Comboni zeigt. Comboni (19. Jh.) war Priester, Missionar sowie Ordensgründer. 2003 hat ihn die kath. Kirche heilig gesprochen. Das Gotteshaus wurde auf den Resten einer antiken römischen Basilika errichtet. Eine weitere Kirche, die man nicht versäumen sollte, ist die kleine, gotische Kirche San Rocco (16.Jh.), nahe des Fischerhafens. Leider wurde diese während des 1. Weltkrieges stark zerstört. Dennoch sind einige schöne Renaissancefresken erhalten geblieben. Interessant ist auch die Kirche San Pietro, inmitten eines Olivenhaines, an der Strasse in Richtung Tremosine. Eine interessante Sehenswürdigkeiten ist auch das Centro Comboniano Tesöl, ein Zitronengewächshaus. Dieses ist heute eine Gedächtnisstätte für den Heiligen Daniele Comboni. Von Limone aus verkehrt die Autofähre nach Malcesine.